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Neben meiner künstlerischen Arbeit konzipiere und leite ich Workshops, die Raum für Begegnung, Experiment und kreatives Forschen eröffnen. Egal ob mit Papier oder mit Ton, Gestalten bleibt ein offener Prozess, der von Neugier und spielerischem Erkunden getragen wird. Ohne feste Erwartungen an das Ergebnis stehen die Freude am Tun und die Erfahrung des Materials im Mittelpunkt.

Spielen mit Papier in der Zine-Werkstatt: egal ob für ein Paar Stunden oder mehrere Tage, Papier bietet so viele Möglichkeiten und ist gleichzeitig ein niedrigschwelliges Material. Zines als kleine DIY-Hefte bieten dabei Raum für die Suche nach der eigenen Ausdruckskraft – ein Versuch zu erzählen, sich zu erzählen. Niemand muss Angst vor dem weißen Blatt haben, denn es existiert schon so viel altes bedrucktes Papier, das neu kombiniert werden kann.  

“Ich mach einen Leckstein für mein Schleich-Pferd.” “Das ist eine Stadt und durch das Tor da geht es in das Wunschland rein. Und hier kann man sich alles Trinken wünschen und hier alles Essen.” “Kann ich schwarzen Ton haben um eine alte Steinmauer zu machen?” Die ungehemmte Herangehensweise von Kindern an Keramik bringt frischen Wind in die Werkstatt und inspiriert mich sehr. “- Hast du die Steine mit Schlicker geklebt? Sonst halten sich beim Brennen vielleicht nicht. -… nein, aber das ist doch nicht schlimm wenn welche abfallen, bei alten Mauern fallen ja manchmal auch Steine runter.”

Üblicherweise beinhaltet das Arbeiten mit Ton Modellieren und Glasieren: erst wird ein Objekt geformt, nach einem ersten Brand kann die Oberfläche gestaltet werden. Nutzt man eingefärbte Tonmassen, fällt diese Trennung weg: Formfindung und Oberflächengestaltung passieren gleichzeitig. Angelehnt an die japanische Technik Nerikomi wird erforscht, wie sich Tonmassen in verschiedenen Farben kombinieren lassen und welche Muster daraus resultieren. Das Material merkt sich den Prozess, Farben vermischen sich mit der Zeit, Ungenauigkeiten sind unumgänglich. Gerade diese Spuren machen das Ergebnis in Zeiten von allgegenwärtigem AI-Slop umso liebenswerter.

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